Türkei

Saftige Feigen und andere Früchte aus Isparta, Basköy und Elbistan

Äpfel aus Isparta

Die Äpfel für ONE NATURE organic stammen aus einem ökologisch bewirtschafteten Projekt in Isparta in der Nähe des Egirdir Sees. Auf Grund seiner Größe kommt dem See eine bedeutende Rolle für die Trinkwassergewinnung zu. Um die Umweltbelastung durch Pestizide, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden, zu reduzieren, wurde 1999 zusammen mit der türkischen Regierung ein Bio-Anbauprojekt ins Leben gerufen. Durch „Yalvac-Egirdir“ wurde eine Gesamtfläche von ca. 1.300ha auf ökologischen Anbau umgestellt und das Wasser des Egirdir-Sees für die Bevölkerung wieder trinkbar.

Für den Bio-Apfelanbau werden 500ha der neu geschaffenen Fläche genutzt. Zur Weiterverarbeitung werden die dort angebauten Äpfel in den familieneigenen Verarbeitungsbetrieb MAVIDENIZ gebracht, der seinen Sitz seit 2007 in Isparta, direkt im Herzen des türkischen Anbaugebietes für Äpfel hat. Dort werden auf einer Betriebsfläche von 20.000qm nach neuestem technischen Standard ausschließlich Bio-Produkte verarbeitet und gelagert. Die Äpfel werden vor Ort entweder zu Trockenfrüchten oder zu hochwertigem Apfelsaftkonzentrat verarbeitet, das als Süßungsmittel in einigen ONE NATURE organic Produkten Verwendung findet oder als ONE NATURE organic Apfelsüße in einer praktischen Spenderflasche als Alternative zum Haushaltszucker vertrieben wird.

Feigen aus Basköy

In dem kleinen Bergdorf Basköy, rund 85km von Izmir entfernt, bewirtschaften 40 Bio-Bauern seit vielen Jahren eine Fläche von 95ha nach ökologischer Anbauweise. Dort werden in Hochlagen über 750m türkische Feigen für ONE NATURE organic angebaut. Die klimatischen Verhältnisse, nämlich wenig Niederschlag und durchschnittliche Temperaturen von 18 bis 21° C, sind optimal für die Reifung der aromatischen Früchte. Die vollreifen Feigen werden Ende August von Hand geerntet und zum Trocknen auf Gittern in der Sonne ausgelegt. Nach ca. fünf bis zehn Tagen werden die getrockneten Feigen handverlesen und zur Sammelstelle gebracht, wo sie kontrolliert, gelagert und verpackt werden.

Aprikosen aus Elbistan

In den Hochlagen des Taurus-Gebirges in der türkischen Region Elbistan liegen die seit den 70er Jahren ökologisch betriebenen Anbauflächen für die ONE NATURE organic Aprikosen. Die in der klaren Bergluft gewachsenen Aprikosen besitzen ein ausgeprägtes Aroma. Ende Juli sind die Früchte reif und werden von Hand gepflückt. Nach einigen sonnigen Trocknungstagen werden die Aprikosen entkernt. Dann folgt eine drei bis viertägige Sonenendtrocknung. In Kisten verpackt, werden sie zur Projekteigenen Verarbeitungsstätte gebracht, in der sie auf Qualität geprüft, gewaschen und sortiert werden.

Kirschen aus der Türkei

Die Gegend um Konya ist von Bio-Landwirtschaft  geprägt. Das ist optimal, weil es damit keine Kontaminationen aus konventioneller Landwirtschaft gibt. Das Dorf Destigin liegt 1.600 Meter über dem Meeresspiegel und ist somit auch vor Insekten und Pilzen geschützt. Denn in den sehr kalten, schneereichen Wintern bei minus 30 Grad Celsius überleben Insekten hier kaum.

Die prallen, roten Früchte der Kirschplantage leuchten schon von Weitem. Auf 550 Hektar werden die Kirschen hier angebaut. Das ergibt einen Ertrag von  1.700 Tonnen. Zwischen den Kirschbäumen werden auch Erdbeeren in Reihen angepflanzt.

Kirschen werden hier schon seit Generationen angebaut. Bio-Anbau gab es also eigentlich schon immer, zertifiziert ist er seit zwölf Jahren. Gepflückt wird gemeinschaftlich: Erst ernten sie die Früchte auf dem Feld des einen, dann die auf dem Feld des nächsten Bauern. Beim Pflücken muss man vorsichtig sein. Sonst kann man die Fruchtknospen  beschädigen und im Folgejahr würde dort keine Frucht mehr wachsen. Um den Baumnachwuchs kümmern sich die Bauern im Oktober. Auf den stark verwurzelten Unterstamm eines alten Baumes wird ein junger Trieb „aufgepfropft“. Die Stelle wird von außen fest verbunden, Zweig und Stamm wachsen hier zusammen. Nach etwa drei Jahren trägt der junge Kirschbaum zum ersten Mal Früchte. Der Fruchtertrag steigert sich im Laufe eines Baumlebens auf bis zu 200 kg pro Jahr. Das „Unkraut“ zwischen den Bäumen wird traditionell mit der Sense gemäht und an die Tiere der benachbarten Bio-Rinderzucht verfüttert, die im Gegenzug den Dünger für die Kirschbäume liefern. Die Pflanzung von Lupinen verbessert die Bodenqualität durch Ihre Stickstoffzufuhr. Das Wasser für die Bewässerung der Kirschbäume stammt aus dem nahe gelegenen, künstlich angelegten Beysehir-See. Massives Berggestein umgibt das tiefblaue Gewässer, es besteht ausschließlich aus reinem Regen- und Schmelzwasser.

Alle landwirtschaftlichen Arbeiten geschehen rücksichtsvoll und im Einklang mit der Natur, die menschlichen Eingriffe beachten immer die natürlichen Kreisläufe. Hier ist der Ort, an dem Tradition und Moderne verschmelzen. Die überlieferte und naturverbundene Bewirtschaftung von Land entspricht zugleich dem zukunftsweisenden Bio-Landbau. Unterstützt werden die Bauern durch regelmäßig stattfindende Tagungen.

Von Destigin werden die Kirschen in den frühen Morgenstunden nach Torbali gebracht. Hier werden sie zu getrockneten Kirschen oder Kirschen im Glas verarbeitet. Für die  Trocknung der Kirschen sind das Klima, die hohen Temperaturen von 38 Grad Celsius aufwärts und der geringe Niederschlag entscheidend. Die zwei Hektar große Produktion  wurde seit Beginn sukzessive ausgebaut, die Pläne für den nächsten Ausbau stehen schon.

Morgens um halb sechs kommt die Lieferung der Kirschen an. Jede Lieferung wird zunächst einer strengen Qualitätsprüfung unterzogen. Hier arbeitet MorgenLand mit Laboren zusammen, die die Früchte auf ihre mikrobiologischen Werte und Pestizidbelastungen untersuchen. In der Zwischenzeit lagern die Früchte bei fünf Grad Celsius im Kühlraum. Erfüllen die Kirschen alle Qualitätskriterien, werden sie weiterverarbeitet.

Die Kirschen werden gewaschen, von den Stielen befreit, erneut gewaschen, kontrolliert und entkernt. Die Entkernungsmaschine hat 88 Mulden, in die die Kirschen über das Laufband rutschen. Das Entkernen geht in Sekundenschnelle. Auch nach diesem Schritt wird wieder kontrolliert: Sind alle Kerne entfernt? Stimmt die Qualität? Werden die Kirschen nicht ins Glas gefüllt, übernimmt auf großen Freiluftlagerfläche die Sonne den Rest der Arbeit. In fünf bis sechs Tagen verlieren die Kirschen sieben Achtel ihrer Flüssigkeit. Sind die Kirschen getrocknet, überprüfen die Mitarbeiterinnen erneut die Früchte und sortieren die Kirschen aus, die nicht den Ansprüchen genügen. Schließlich werden sie in Kartons verpackt. Ab da sind sie etwa drei Jahre haltbar.

Zur Kirschkonservierung im Glas werden die Früchte in heiß ausgewaschene Gläser gefüllt. Hinzu kommt ihr eigener Kirschsaft, der zuvor an der Entkernungsmaschine aufgefangen wurde. In einem großen Siebbehälter werden die verschlossenen Gläser 25 Minuten lang unter heißem Dampf haltbar gemacht. Nach einer weiteren  Qualitätskontrolle in Deutschland werden die Kirschen von MorgenLand verpackt und etikettiert.