Sri Lanka

Über 25 Jahre Bio-Anbau und Verarbeitung

Anbaupartner mit Auszeichnung

Weiße Strände, türkisfarbenes Wasser und Kokospalmen, das ist der tropische Inselstaat Sri Lanka, wo wir seit über 25 Jahren den ökologischen Anbau von Kokosnüssen und anderen tropischen Früchten wie der Ananas vorantreiben. Dabei arbeiten wir in Sri Lanka mit den Bio-Kokosbauern des eigenen Unternehmens zusammen, das am 13. Dezember 2015 bereits zum zweiten Mal in Folge mit dem „Best Enterprise Award“ ausgezeichnet wurde. Neben der visionären Ausrichtung des Unternehmens, waren Umweltschutz und soziale Faktoren die Bewertungskriterien für die Auszeichnung. Es standen die eigenen Mitarbeiter und deren Arbeitsumgebung, Bezahlung und Absicherung an oberster Stelle.

Während des gesamten Herstellprozesses vom Anbau bis zum Regal legen wir großen Wert auf Qualität. Daher ist unser Sri Lanka Projekt auch nach dem Qualitätsmanagementstandard ISO 22000:2005 zertifiziert. Die Verwendung von Bio-Erzeugnissen, die ohne chemische und synthetische Dünge- und Spritzmittel hergestellt sind, die zahlreichen Qualitätskontrollen vor, während und nach der Verarbeitung, sowie eine kontinuierliche Produktion garantieren ein naturbelassenes, auf schnellen und kürzesten Wegen produziertes Bio-Produkt. Die langjährige Zusammenarbeit mit Anbauern und Mitarbeitern vor Ort belegen einen fairen Umgang und eine nachhaltige Geschäftsbeziehung.

Unsere Vertragsbauern

263 Vertragsbauern bauen in traditioneller Weise auf einer Fläche von über 2000 ha u.a. Ananas, Papaya, Bananen und Kokosnüsse in Mischkulturen an. Die Anbauflächen werden dabei von eigenen internen Agraringenieuren und von der Bio-Kontrollstelle Control Union regelmäßig kontrolliert. Die Ernte und der Transport der Ware werden durch Projektmitarbeiter beaufsichtigt und protokolliert. Die geernteten Kokosnüsse werden auf separaten Ladeflächen direkt in den Verarbeitungsbetrieb transportiert, um eine Vermischung mit Nicht-Bio-Erzeugnissen sicher zu verhindern und eine Rückverfolgbarkeit bis zum Anbauer zu gewährleisten. Die Bezahlung der Bauern erfolgt direkt und liegt ca. 15 bis 20% über dem üblichen Marktpreis. Dieses Projekt stellt seit über zwei Jahrzehnten sicher, dass den beteiligten Anbauern eine eigenständige Existenz ermöglicht wird.

Die Ananas

Es gibt weit mehr als 100 Ananassorten, die in fünf Sortengruppen eingeteilt werden. Die Ananas der Sorte „Mauritius“ werden nur etwa 1kg schwer und zeichnen sich durch ihren süßsauren Geschmack und ihre goldgelbe Farbe aus. Sie sind auf Sri Lanka das ganze Jahr über verfügbar. Die Hauptsaison ist jedoch von April bis Juli. Die ersten Ananas können 15 – 18 Monate nach der Pflanzung geerntet werden. Sechs Monate später ist die nächste Ernte möglich. Nach drei Jahren wird die Ananas-Pflanze durch neue Pflanzen ersetzt. Da die Früchte nicht gleichzeitig reifen, ist zur Ernte der Ananas eine tägliche Kontrolle durch die Plantagen-Mitarbeiter erforderlich. Nur die Früchte werden geerntet, die für die anschließende Verarbeitung den erforderlichen Reifegrad aufweisen. Die reifen Ananas werden so geordert, dass sie ohne Verzögerung gleich verarbeitet werden können. Vor der Verarbeitung werden die Früchte zunächst nach Reifegrad sortiert und gewogen. Alle Ananas werden dann gewaschen, geschält und die holzige Struktur sowie die Blütenstände vollständig entfernt. Danach entscheidet sich ihre weitere Verarbeitung zu

Bio Ananas im Glas

Nach dem Schneiden werden die Stücke oder Scheiben visuell sortiert und einer automatischen Füllmaschine zugeführt. Dort werden sie in Gläser gefüllt, welche dann verschlossen und pasteurisiert werden. Nach einer Inkubationszeit von 10 Tagen können die Früchte im Glas nach Deutschland verladen werden. Bei ihrer Ankunft durchlaufen sie einen letzten Qualitäts-Check und werden etikettiert.

Bio Ananas getrocknet

Zur Trocknung werden die Ananas Stücke und Scheiben auf Bleche sortiert und in speziellen Trocknungsöfen mit Hilfe von Heißluft bei ca. 60°C getrocknet. In Kartons verpackt werden sie so schnell wie möglich nach Deutschland verschickt. Dort angekommen unterliegen sie einer Eingangsprüfung und werden just-in-time in Beutel abgepackt. Es werden bevorzugt voll ausgereifte Früchte geerntet und eingesetzt, die besonders süß und aromatisch sind. Beim Trocknungsprozess ergibt diese natürlich hohe Süße eine etwas dunkle Farbe. Unreife Früchte dagegen ergeben helle Trocken früchte mit weniger Süße und Aroma.

Die Kokosnuss

Sri Lanka ist eines der Hauptanbaugebiete der Kokospalmen, die eine stattliche Größe von 20 bis 30 Metern erreichen und je nach Alter circa 90 Kokosnüsse pro Jahr tragen. Die Kokosnüsse reifen zwischen 12 und 15 Monaten und können mit Schale ein Gewicht von bis zu 2,5 kg erreichen. Die eigentliche Nuss, die wir aus dem Supermarkt kennen, wiegt jedoch nur zwischen 0,5 und 1 kg. Die Ernte der Kokosnüsse erfolgt alle zwei Monate. Dabei können bis zu 20 Nüsse je Palme geerntet werden. Die Haupterntesaison liegt jedoch in der Regel zwischen April und September. Um eine Zwischenlagerung zu vermeiden, werden die Erntemengen mit den Produktionskapazitäten abgestimmt. Auf diese Weise bleibt die Fruchtfrische am besten erhalten. Bereits auf der Plantage wird die Außenschale der Kokosnüsse entfernt. Sie wird vor allem zur natürlichen Düngung der Plantagen, aber auch zur Herstellung von Seilen oder Fußmatten genutzt. Die Kokosnüsse mit ihrem typischen, braun faserigen Aussehen werden zur Weiterverarbeitung in den Verarbeitungsbetrieb gebracht, wo sie sehr früh am Morgen, bei noch niedrigen Temperaturen in zwei Hälften geteilt werden. Das Kokoswasser wird aufgefangen. Der weiße Kern wird vorsichtig von der braunen, dünnen Schicht, die ihn noch umgibt, getrennt. Anschließend wird er gewaschen und es entscheidet sich die weitere Verarbeitung.

Bio Kokoswasser

Das in den reifen Kokosnüssen enthaltene Kokoswasser wird nach dem Öffnen der harten Schale in einem sterilen Vakuum-Tank gesammelt. Das Kokoswasser wird kurzzeitig auf 140°C erhitzt, um dann aseptisch in trinkfertige Getränkekartons abgefüllt zu werden. ONE NATURE organic Kokoswasser ist ohne Zusatz von Zucker, Konservierungsstoffen und Aromen. Die leichte, aromatische Süße stammt aus der reifen Kokosnuss.

Bio Kokosmilch extra

Für die Kokosmilchproduktion wird das frische Fruchtfleisch zerkleinert und in einer elektrischen Presse ausgepresst. Je nach gewünschtem Fettanteil wird dann in einem großen, gekühlten Tank die Roh-Kokosmilch aus der ersten Pressung mit einem Fettgehalt von 35 – 38 % mit einer definierten Menge Wasser gemischt.  Ist der gewünschte Fettgehalt von 22 % erreicht, wird die Kokosmilch für eine Minute pasteurisiert und in zuvor mit Wasserdampf gereinigte Dosen abgefüllt. Nach dem maschinellen Verschließen wird die abgefüllte Kokosmilch bei einer Temperatur von 125°C für 30 Minuten sterilisiert und nach einer Ruhezeit von zwei Wochen verschifft.

Bio Kokosöl nativ

Für das ONE NATURE organic Kokosöl nativ wird das Kokosfleisch erntefrischer Kokosnüsse zerkleinert und bei maximal 50 Grad getrocknet. Im Anschluss wird das getrocknete Kokosfleisch ohne jegliche Zusatzstoffe kaltgepresst und gefiltert. Kokosöl verflüssigt sich bei 24-26º C und ist daher bei Raumtemperatur fest und von weißer Farbe.

Bio Kokosmus

Für den ONE NATURE organic Kokosmus wird das Kokosfleisch erntefrischer Kokosnüsse zerkleinert und für eine Stunde bei 102 Grad heißgetrocknet. Das getrocknete Kokosfleisch wird dann mit starkem Druck als Ganzes solange zermahlen bis eine in der Konsistenz fester Kokosmus entsteht. Durch den starken Wasser- bzw. Feuchtigkeitsentzug bei der Kokosfleischtrocknung entsteht ein erheblich fettigeres Endprodukt mit einem Fettgehalt von 71 %, als bei der Kokosmilch, die aus dem ausgepressten frischen Kokosfleisch ohne vorherige Trocknung gewonnen wird.

Bio Kokoschips und Bio Kokosraspel

Für die Produktion der ONE NATURE organic Kokoschips wird das weiße Fruchtfleisch maschinell in scheibenähnliche Stücke geschnitten, für die ONE NATURE organic Kokosraspel fein geraspelt. Nachdem beide bei einer Heißlufttemperatur von 90°C über die Bandtrocknungsanlage gelaufen sind, werden sie in 25kg Säcke abgepackt und gehen auf ihre Reise nach Deutschland.